50 Jahre STIFTUNG WELTWEITE WISSENSCHAFT!

Rede von Professor Connolly, Smith College

 

Bemerkungen zum 50. Jubiläum des Gästehauses, 12.06.2013


Prominente Gäste, verehrte Vorstandsmitglieder der Stiftung Weltweite

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Wissenschaft, edle Föderer, und Freunde dieser großartigen Einrichtung, des Gästehauses der Universität:


Ich begrüße Sie heute als diesjähriger Leiter des Smith College Studienprogramms an der Universität Hamburg.  Zu Smith Colleges „Hamburg Familie“ gehören die ca. 650 Alumnae unseres Programms wie auch die vielen Direktoren/innen und associate DirektorInnen, die hier in Hamburg gedient haben.  Im Namen all dieser Menschen, die im Laufe der Jahre die Gastfreundlichkeit dieses Hauses genossen haben, gratuliere ich heute dem Vorstand der Stiftung und dem Gästehaus recht herzlich.  Wie wir in Massachusetts sagen, „Happy Birthday and many happy returns!“ 


Die Geschichte des Smith-College-Programms in Hamburg ist eng mit der Geschichte des Gästehauses verbunden.  Wie viele von Ihnen wissen, war ein Gästehaus für die Universität Hamburg ein inniger Wunsch des damaligen Rektors und international bekannten Theologen, Helmut Thielike gewesen, der 1961 sein Amt niederlegte.  Kurz davor hatte er das Abkommen mit Smith College unterzeichnet, das die Gründung unseres Studienprogramms ermöglichte.  Ein anderer Hamburger Theologe, Präsident der Universität, und großer Freund des Gästehauses und Smith, Herr Peter Fischer-Appelt, hat die Verbindung zu Smith um einen höchst fruchtbaren Professoraustausch zwischen beiden Hochschulen erweitert, wodurch dann seit 1980 Duzende von Smith-Wissenschaftlern hier im Gästehaus gern Unterkunft gefunden haben.  (Nebenbei bemerkt: die Evangelische Kirche hat auch die Gründerin vom College, Sophia Smith, inspiriert, für Frauen eine Hochschule mit den höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen zu stiften.  Damit wurde Smith College eins der ersten für Frauen weltweit und wohl das aller erstes überhaupt, welches von einer bürgerlichen Frau gestiftet wurde: Hoch leben die Stifter und Stifterinnen!)

Unser Programm ist ein Dauergast hier im Gästehaus.  Wir mieten eine Wohnung für die Direktoren, ein Gästezimmer, einen Büro-Raum, und einen Seminarraum.  Nicht zuletzt mieten wir auch das Smith-Center für unsere Studierenden im Kellergeschoss, wo sie in der Tiefe wie die Rheintöchter — oder „Elbtöchter“— das Gold der Akademie bewahren und verarbeiten.  Das Gästehaus ist ein Zuhause für das Smith-Programm, in jeder Hinsicht ideal.  Wir fühlen uns hier sehr wohl.

Ja, meine verehrten Damen und Herren, fünfzig ist eine würdige und beträchtlich hohe Zahl.  Noch höher ist zweiundfünfzig.  Unser Prog-ramm wurde 1961 gegründet, ist also 52 Jahre alt.  So unvorstellbar Smith-in-Hamburg ohne das Gästehaus, außerhalb des Gästehauses auch sein mag, gab es diesen Zustand tatsächlich, und zwar einige Jahre lang.  Von 1961 bis ‘63 hatte das Programm eine Art „Notquartier“ in der Werderstraße 82.
 

Der erste Direktor war Reinhard Lettau, ein aktives Mitglied der Gruppe 47 und Germanist am Smith College.  Die Rede vom Notquartier gründet auf der Tatsache, dass Professor Lettau, seine Frau und deren zwei kleine Töchter die Wohnung mit dem Programm förmlich teilen mussten. Ein Zimmer innerhalb der Wohnung diente zunächst als Mehrzweckraum: Büro, Seminarraum, und Club-Zimmer für die Studentinnen.  Außerdem war Werderstraße 82 ein Studentenheim!  Wie die Lettau-Familie das zwei Jahre lang überlebte, weiß ich ehrlich nicht.  Die Situation begann sich erst Herbst 1963 zu lichten, als das Gästehaus seine Türen öffnete und Smith College, wie seinerzeit die Israeliten, das gelobte Land betrat.
 

  • Nicht nur haben wir seitdem die notwendigen Räumlichkeiten;
  • nicht nur sind wir knappe 500 Meter vom Dammtor Bahnhof und bloß 400 Meter vom Philosophenturm entfernt;
  • nicht nur genießen wir im Haus das „Salz der Humanität“ dank der freundlichen und professionellen Betreuung von Frau Karl und ihrem Team;
  • und nicht nur haben wir hier im Gästehaus das kostbare Gefühl, geschätzte Gäste zu sein. 


Über diese wertvollen Eigenschaften hinaus wissen wir, dass wir hier — wie die anderen Gäste im Haus — Anteil an einem weltweiten wissenschaftlichen Abenteurer haben.  Für all das danken wir und wünschen Stiftung und Haus zugleich weitere 50, nein 500 Jahre Gedeihen!  Herzlichen Dank!

                                                       
John M. Connolly

 

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